20.07.2022

25 Jahre Hospiz Lorch e.V. mit Herrn Dr. Henning Scherf 

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Henning Scherf, Bürgermeister a. D. der Hansestadt Bremen, war auf Einladung von Hospiz Lorch e. V. zu Gast in Lorch. Nach Anselm Grün und Franz Müntefering war er der dritte prominente Redner und sprach zum Thema „Wie wollen wir alt werden?“.

In seinem Vortrag erzählte er vor allem aus dem Leben in der WG, in der er seit über 30 Jahren lebt. Wie dort untereinander Menschen gepflegt und auch beim Sterben begleitet werden. Henning Scherf verschwieg auch nicht, dass in der Form des Zusammenlebens es manches Mal knallt und auch zu Abschieden kommt.

Er plädierte für kleine Einheiten sowohl was das Leben in den Wohngemeinschaften angeht wie auch in den Heimen. Der fast 85-jährige Scherf betonte, dass das Alter eine gute und schöne Lebensphase sein kann, in der man auch offen für Neues sein sollte.

Der Abend wäre nicht möglich gewesen, ohne die Sponsoren: AOK Ostalb, das Sanitätshaus Lorch, die Rathausapotheke und dem Lebensmittelmarkt REWE in Lorch. Herzlichen Dank für die Unterstützung.

25.02.2021

Sterbebegleitung in Corona Verordnung ausdrücklich erlaubt

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Aktuelle Informationen zur Sterbebegleitung in Pandemiezeiten

In Zeiten der Pandemie gelten strenge Besuchsregelungen. Für die Begleitung Sterbender gibt es aber Ausnahmen.

Sterbebegleitung im privaten Haushalt

Eine Sterbebegleitung zu Hause ist aber weiterhin möglich, da in der Regel nur eine Person zum Haushalt des Sterbenden dazukommt.
Wir stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Sterbebegleitung in Alten- und Pflegeeinrichtungen

Ebenso gibt es strenge Auflagen für Besuche in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen. Dennoch ist eine Sterbebegleitung weiterhin möglich und ausdrücklich in der Corona- Verordnung des Landes Baden-Württemberg erlaubt. Hier können die Leitungen der Einrichtungen sogar weitere Ausnahmen zulassen, wenn es um die Begleitung Sterbender geht.
Wenden Sie sich an die Einrichtung oder direkt an uns.


23.02.2019

Herr Müntefering zu Besuch in Lorch

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Der ehemalige Bundeminister Franz Müntefering sprach am 10. September in der Lorcher Stadtkirche auf Einladung des Vereins Hospiz über das Thema „Sterben in unserer Zeit“ . Dabei fand er klare und deutliche Worte.

Vor mehr als 100 Zuhörern sprach der jetzige Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und betonte: „Sterben bleibt eine schlimme Sache. Eine Katastrophe für jeden Einzelnen.“

Herr Müntefering hat in seinem Leben zweimal „Sterbehilfe“ geleistet. Bei seiner Ehefrau und bei seiner Mutter. Allerdings nicht in der Form, wie das Wort „Sterbehilfe“ in der heutigen Gesellschaft verstanden wird. Denn die lehnt er ab. Er habe seinen Angehörigen „nicht beim Sterben, sondern im Sterben geholfen“. Soll heißen: „Ich war für sie da, haben mit ihnen gesprochen, habe sie auf ihrem letzten Weg begleitet- auch wenn es mir manchmal schwer fiel“, erklärte Müntefering seine persönliche Art der „Sterbehilfe“.
Zu Beginn seines Vortrags ging Müntefering zunächst auf die immer älter werdende Gesellschaft ein und auf die Probleme, die der demographische Wandel in Deutschland mit sich bringt. Einsamkeit, Hilflosigkeit, Depressionen. Um dem vorzubeugen sei es für jeden Einzelnen wichtig, schon früh selbst Vorkehrungen zu treffen. Mit einer Patientenverfügung. Einer Vollmacht. Einem Testament. Oder ganz einfache Dinge schon im Voraus zu planen- wie die Gestaltung der Beerdigung, die Gästeliste und Speisekarte. So hat es zumindest Münteferings Mutter kurz vor ihrem Tod gemacht, erzählte er von seinen ganz persönlichen Erfahrungen. Und vor allem sollte mit dem Partner oder der Partnerin über den Tod gesprochen werden- „damit Menschen, die man am liebsten hat, wissen, was man selbst will“.
Ganz wichtig sei außerdem, dass Menschen am Ende ihres Lebens nicht alleine sind. Dass es jemanden gibt, der für sie da ist. Ihnen zuhört. Ihnen hilft. Sie pflegt und begleitet. So wie es zum Beispiel die Mitarbeiter in der Hospizarbeit und Palliativmedizin machen.
Nicht zuletzt seien auch Staat und Politik gefordert, wenn es um die Betreuung alter, kranker und sterbende Menschen gehe. Doch egal welche Hilfe einem auch angeboten wird, so Müntefering zum Abschluss seines Vortrages: „Sterben bleibt eine schlimme Sache. Eine Katastrophe für jeden Einzelnen.“ Doch „es gehört zum Leben dazu“.

Zum Abschluss des Abends wurden noch langjährige Mitglieder des Vereins Hospiz Loch geehrt. Insgesamt 15 Frauen und Männer halten dem Verein seit 20 Jahren die Treue.

(Quelle „Gmünder Tagespost vom 10. September 2019″)


04.01.2018

In schweren Stunden mit Gefühl zur Seite stehen

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Der Verein Hospiz Lorch e. V. kümmert sich seit 20 Jahren um Sterbende und ihre Angehörigen. Der Tod wird weiterhin oft tabuisiert, doch das Gespräch darüber hilft vielen Menschen, die schweren Stunden zu verarbeiten. Viele Ehrenamtliche helfen engagiert mit.

Dem Leben nicht mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben: Mit diesem Gedanken legte in den 60er Jahren die englische Ärztin Cicely Saunders den Grundstein für die Hospizbewegung. Als sich die früher üblichen Großfamilien immer mehr auflösten, fühlten sich Sterbende zunehmend allein gelassen. „Sterbe- und Trauerbegleitung war bis dahin gar nicht bekannt“, erzählt Sieghart Dreher. Er brachte die Hospizgruppe Lorch auf den Weg, die am 9. November im evangelischen Gemeindehaus ihr 20-jähriges Bestehen feiern konnte. An diesem Abend erhielten auch Gudrun und Sieghart Dreher die Ehrenmitgliedschaft für ihren langjährigen Einsatz.

Gute Entwicklung

Im Februar 1996 fand die erste Sitzung statt, zwei Monate später kamen die kirchlichen Gemeinden und die Stadt Lorch mit an den Tisch. Am 23. September 1997 wurde der Verein Hospiz Lorch mit 12 Mitgliedern gegründet. Bis heute ist im Ostalbkreis mit acht weiteren Gruppen eine gemeinsame Ausbildung zur Sterbe- und Trauerbegleitung der Ehrenamtlichen entstanden.

Frauendomäne

Damals wie heute überwiegt im Lorcher Hospizdienst der Frauenanteil deutlich. „Sieghart Dreher und ich sind die einzigen Männer“, sagt der Vorsitzende Rainer Molt.

Er sei schon oft bei Veranstaltungen der einzige „Quotenmann“ gewesen. Seine Erklärung dafür: „Männer tragen ihre Gefühle weniger nach außen“. Und bei der Tätigkeit als Sterbe- und Trauerbegleiter sei es unvermeidbar, sich auch mit sich selber, mit seinem eigenen Tod und Sterben auseinanderzusetzen.

Kampf gegen Tabuisierung

Leider sei das Thema auch heute noch mit einem großen Tabu behaftet. „Es wird in der Öffentlichkeit und auch bei vielen Menschen am liebsten verdrängt“, weiß Inge Kwatsch. Sie ist seit rund fünf Jahren in der Hospizgruppe engagiert. Die Beweggründe für ihr Ehrenamt entstanden durch persönliche Erlebnisse beim Begleiten ihres schwerstkranken Mannes. An ihrem früheren Wohnort kam ohne eine Anfrage ihrerseits eine Sterbebegleiterin, die in einer Art vorging, die Inge Kwatsch nicht nachvollziehen konnte. „Ich wusste nur, so kann eine Sterbebegleitung nicht sein“, erinnert sie sich. Nach dem Umzug nach Weitmars schloss sie sich der Hospizgruppe an – etwa ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Mannes.

Ausreichend trauern

Das sei ganz wichtig für die freiwilligen Begleiter, betont Rainer Molt. Mindestens ein halbes Jahr solle ein persönlicher Verlust zurückliegen: „Sonst ist man immer zu sehr mit den eigenen Gefühlen dabei.“ Denn die Hospizarbeit sei auch immer ein Wechselspiel von Nähe und Distanz.

Aus eigenem Leid zum Helfer

Hermine Steinhübl ist seit 10 Jahren als Begleiterin tätig, oft im Stiftungshof im Haubenwasen in ihrem Wohnort Pfahlbronn. Sie hat ihre Mutter im Sterben begleitet, zu einer Zeit, als das Thema Hospiz noch nicht bekannt war. „In dieser Zeit habe ich viel fürs eigene Sterben gelernt“, sagt sie. Durch ihre Arbeit lebe sie bewusster, sei demütiger. Die Motivation für ihr ehrenamtliches Engagement? „Die Sterbenden und die Angehörigen sind so dankbar“, hat Hermine Steinhübl sehr oft erfahren. „Wir begleiten ja nicht nur die Menschen, die schwer krank sind, wir entlasten auch die Angehörigen“, erklärt Rainer Molt, „wir lösen sie bei der Versorgung ab, helfen mit der Situation umzugehen und begleiten sie in der Zeit der Trauer.“ Er betont, dass Hospiz Lorch e. V. keine Pflege übernehme, sondern sein Angebot als Ergänzung zu den pflegenden, medizinischen und seelsorgerischen Diensten betrachte.

„Wir begleiten ja nicht nur die Menschen, die schwer krank sind, wir entlasten auch die Angehörigen.“ Rainer Molt, Vorsitzender

Erstgespräche wichtig

„Viele meinen auch, wir machen nur Sterbebegleitung“, weiß Marlis Barnefsky, die seit zweieinhalb Jahren der Hospizgruppe angehört und vor einigen Monaten das Amt der Einsatzleiterin von Gudrun Dreher übernommen hat. „Ich führe die Erstgespräche mit den Menschen, die uns rufen, sei es Angehörige oder Schwerstkranke, die von uns begleitet werden möchten“, erzählt Marlis Barnefsky. Auch für die Mitglieder im Verein sei sie Ansprechpartnerin für alle Sorgen und Nöte. Regelmäßiger Austausch ist wichtig: Bei den Treffen alle vier bis sechs Wochen kann jeder über das reden, was auf ihm auf dem Herzen liegt oder belastet. Das ist nur innerhalb der Gruppe möglich – denn jeder Ehrenamtliche ist an die Schweigepflicht gebunden und hält sich daran.

Unabhängig betreuen

Jeder kann sich an Hospiz Lorch e. V. wenden – egal welcher Konfession er angehört, ob er gläubig ist oder nicht. Kulturelle und religiöse Unterschiede sollen dennoch nicht außer Acht gelassen werden. So kam Rainer Molt auf den Gedanken, sich über die Sterbebegleitung muslimischer Patienten zu informieren. Bisher gebe es zwar noch keine Anfrage, man wolle aber vorbereitet sein.

Für jeden ein Gewinn

Alle Sterbe- und Trauerbegleiter haben eine anerkannte Hospizausbildung absolviert. 2018 wird in Schwäbisch Gmünd wieder eine Veranstaltung angeboten. Über neue Mitglieder freut sich die Hospizgruppe jederzeit. Sieghart Dreher und Rainer Molt sind überzeugt, dass Hospizarbeit für jeden ein Gewinn sei.

Sie wünschen sich, dass das Thema mehr in das öffentliche Bewusstsein rücke, kein Tabu mehr sei: „Viele wollen sich nicht damit beschäftigen, wenden sich erst an uns, wenn die Belastung zu groß ist.“

Hier Unterstützung zu geben, zu beraten und in der schweren Zeit beizustehen – das sei ihre Aufgabe, die sie sehr gerne übernehmen. Dann die Dankbarkeit zu spüren, sei eine große Freude und Anerkennung.

Rainer Molt betont „Die Menschen, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen, sind für mich Menschen, die Stärke zeigen. Zugeben, dass man in einer Situation nicht mehr allein zurechtkommt, ist für mich nicht Schwäche, sondern Stärke.“

Inge Kwatsch musste schon oft erklären, warum sie diese Arbeit mache. „Wir gehen von Geburt an auf den Tod zu, das gehört einfach zum Leben dazu“, ist sie überzeugt und fügt hinzu: „Niemand sollte allein sterben“. Die Frage, woher sie die Kraft nehmen, anderem in den schweren Stunden beizustehen, beantworten alle gleich: „Ohne unseren Glauben könnten wir es nicht machen, der Glaube hilft sehr.“ ub

So unterstützen Sie den Hospizverein Lorch

Die Sterbe- und Trauerbegleitung ist ein wichtiger Teil der Hospizarbeit. Dafür werden immer neue Mitglieder gesucht, die Sterbenden und Angehörigen helfen oder sich anderweitig ehrenamtlich engagieren möchten.

Doch auch mit finanzieller Unterstützung kann man einiges in der Hospizarbeit bewegen. Daher freut sich der Verein jederzeit über Spenden auf das Konto:

Hospiz Lorch e. V., Kreissparkasse Ostalb
IBAN: DE22 6145 0050 0800 0311 45
BIC: OASPDE6AXXX

21.12.2017, 10:41, Pressebericht von Ute Betz, Gmünder Tagespost, 73513 Schwäbisch Gmünd


14.11.2017

Veranstaltung 20 Jahre Hospiz Lorch e.V.

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Am 09.11.2017 fand die zweite Veranstaltung im Rahmen der 20-Jahrfeier von Hospiz Lorch e. V. im ev. Gemeindehaus in Lorch statt.

„Dass wir heute, 09. November, unser 20-jähriges Jubiläum feiern, scheint mir kein Zufall zu sein“, sagte Rainer Molt, 1. Vorsitzender, bei seiner Begrüßung. „Trauer, Schmerz und Tod sind auch heute überall“. Wenn der Verein Hospiz Lorch e. V. dazu beitragen könne, dass Familien angesichts des Todes auf dem letzten Weg wieder zusammenfinden, sei ein Ziel erreicht.

Im Anschluss gab Sieghart Dreher, langjähriger Vorstand und Mitbegründer des Vereins, einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte.

Als 1967 das erste Hospiz in England von der Ärztin Cicely Saunders gegründet wurde, stand nicht Heilung im Vordergrund, sondern die Begleitung und Linderung von Schmerzen für Sterbende, aber auch ihrer Angehörigen, was heute durch palliative Angebote und Sterbebegleitung Standard ist.

Als sich in den 80er Jahren viele Großfamilien auflösten, zeigte sich dies in einer Befragung zu „Angst vor dem Sterben“ in der Sehnsucht der meisten Befragten nach liebevoller Pflege, Schmerzfreiheit und Nähe zu Familie und Freunden. Sie sahen das Alleingelassensein als Belastung.

So fanden 1996 erste Gespräche mit der Stadt Lorch und den Kirchen statt, die die Erwartungen der Menschen und die Vorgehensweise der Gründung zum Thema hatten. Klar war von Anfang an, dass die Hospizarbeit nicht mit dem Tod eines Menschen enden könne, sondern auch Trauerarbeit mit den Hinterbliebenen beinhalten solle.

Am 23. September 1997 wurde dann der Verein Hospiz Lorch e. V. gegründet. Die Gründungsmitglieder begannen durch Vorträge und Veranstaltungen auf den Verein und sein Angebot aufmerksam zu machen. Im Ostalbkreis sind heute nahezu alle ambulanten Hospizgruppen und stationäre Hospize im Forum Hospiz Ostalb vernetzt.

Den Gründungsmitgliedern Else Bauer, Gudrun Dreher, Sieghart Dreher, Renate Herzig, Siegfried Isenmann, Andrea Knödler, Jutta Kring, Elisabeth Plewan, Elvira Salzer, Ilse Tabor, Waltraud Weingart und Anneliese Welz wurde eine Urkunde überreicht. Das Ehepaar Dreher erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz um den Verein die Ehrenmitgliedschaft.

Zum Abschluss der Feier führte Christel Johanna Witte das Grimmsche Märchen „Gevatter Tod“ als Figurentheater vor. Eine Inszenierung, die die Zuschauer in ihren Bann zog, denn sie zeigte eindrücklich Leben und Tod.

14.11.2017, Rainer Molt, Hospiz Lorch e. V., 73547 Lorch


01.11.2017

Auf letztem Weg Vertrauen schenken

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Gelbe Ornamente auf dunkelrotem Teppichboden, blau-weiße Mosaik-Arbeiten an der Wand, Sonnenlicht fällt durch die große Kuppel in den runden Raum. Wo sonst auf Knien gebetet wird, sitzen auf Schemeln im Halbkreis Kezban Celik, Rainer Molt und Imam Selcuk Lök. Weniger um Suren des Korans, mehr um den interkulturellen Austausch geht es an diesem Vormittag in der Moschee der Ditib-Gemeinde Schwäbisch Gmünd. Genauer:

Um die letzten Tage, die letzten verbleibenden Stunden im Leben – und die angemessene Begleitung eines Sterbenden in den Tod.

Rainer Molt ist als Leiter des ambulanten Hospizdienstes Lorch gekommen. Der Verein zählt zwölf ehrenamtliche Mitarbeiter, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unheilbar Kranke in ihren letzten Lebenszügen, Sterbende und deren Familien und Angehörige zu …
26.10.2017, Pressebericht von Nadine Vogt, Gmünder Tagespost

17.09.2017

Sterbebegleitung aus islamischer Sicht

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Hintergrundwissen zur Begleitung muslimischer Patienten im Sterbebett bei Hospiz Lorch e. V. – Herr Imam Selcuk Lök von der DITIB Gemeinde zu Gast

Nach ausführlichen Vorgesprächen zwischen Rainer Molt, Vorsitzender von Hospiz Lorch e. V. und Kezban Celik, Koordinatorin für Interkulturelle Öffnung und Flüchtlingsarbeit im DRK, ist der Gruppenabend am 14.09.2017 für die Sterbebegleiter/-innen mit dem Thema Sterbebegleitung aus islamischer Sicht zu Stande gekommen.

Gibt es Unterschiede im Umgang mit Menschen muslimischen Glaubens am Sterbebett? Welches Verhalten ist nach einem Todesfall angemessen? Diese und weitere Fragen waren für die Gruppe von Interesse. Die Teilnahme vom Imam Selcuk Lök der DITIB Gemeinde an der Veranstaltung bei so einem sensiblen Thema ist sehr wichtig, betont Kezban Celik, die ihn und Gökten Ergin, Dialogbeauftragter derselben Gemeinde, zu dem Abend ebenfalls eingeladen hat.

Angefangen von abrahamatischen Religionen, Glaube an Heiligen Büchern, bis hinzu Beerdigung und Kondolenz in muslimischen Kreisen waren einige der vielen Themen, die an diesem Abend fachmännisch vorgetragen und ausdiskutiert wurden. Mit wertvoller Unterstützung vom Imam Selcuk Lök konnten alle Fragen geklärt und beantwortet werden. Die Rückmeldung der Teilnehmer, wie liebevoll und respektvoll die Menschen nach islamischen Glauben auf ihrem letzten Weg begleitet werden, hat die Veranstalter besonders gefreut.

Als eine weitere Begegnung wird ein Besuch der Moscheegemeinde geplant, an dem die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe Lorch die Moschee sowie auch die Waschräume für Tote besichtigen können.

17.9.2017, Rainer Molt, Hospiz Lorch e. V., 73547 Lorch